Für Kinder aktiv eine gute Zukunft zu gestalten, ist eines der wichtigsten Ziele für Eltern, Großeltern sowie Patinnen und Paten. Mit einer individuellen Kindervorsorge legen Sie den Grundstein für finanzielle Sicherheit und eröffnen Ihrem Nachwuchs wertvolle Chancen – gesunde Entwicklung, Bildung sowie Erfüllung von persönlichen Wünschen. Kindervorsorge bedeutet mehr als sparen: Sie umfasst wichtige Versicherungen für Gesundheit und Alltag, die gezielte Absicherung existenzieller Lebensrisiken sowie clevere Anlageformen, die langfristig Vermögen aufbauen.
Kindervorsorge: Warum sie so wichtig ist und was sie umfassen sollte
Kinder wachsen heute in einer Welt voller Möglichkeiten, aber auch voller Herausforderungen auf. Damit sie unbeschwert lernen, entdecken und sich entfalten können, ist es entscheidend, frühzeitig die richtigen Weichen zu stellen. Kindervorsorge bedeutet, gezielt vorzusorgen – nicht nur finanziell, sondern auch durch umfassenden Schutz im Alltag und durch die Absicherung existenzieller Risiken.
Für eine gute Kindervorsorge ist eine Kombination aus verschiedenen Bausteinen empfehlenswert:
- Versicherungen für Gesundheit und Alltag, um Ihr Kind bestmöglich abzusichern
- Absicherung existenzieller Risiken, beispielsweise durch spezielle Versicherungen für schwere Erkrankungen oder spätere Berufsunfähigkeit
- Sparen für den Vermögensaufbau, um Wünsche, Ausbildung und den Start ins eigene Leben einfacher zu realisieren
Je früher Sie mit der Kindervorsorge beginnen, desto größer sind in der Regel die Vorteile: Schon kleine monatliche Beträge können bei einem frühen Start – clever kombiniert mit passgenauen Versicherungen und individueller Beratung – über die Jahre ein solides Sicherheitsnetz und finanziellen Spielraum schaffen. Dabei lohnt es sich, die Kindervorsorge immer wieder an das Alter und die Lebensphase Ihres Kindes anzupassen: Von der Geburt über die Schulzeit bis zum Übergang ins Erwachsenenleben gibt es jeweils unterschiedliche Bedürfnisse und Möglichkeiten. Lesen Sie weiter und erfahren Sie wichtige Details darüber, wann der richtige Zeitpunkt für die richtige Kindervorsorge ist.
Versicherungen zur Kindervorsorge – Schutz im Alltag
Eine solide Kindervorsorge beginnt auch mit den richtigen Versicherungen, die Ihren Nachwuchs im Alltag zuverlässig absichern. Besonders wichtig und – nach unserer Auffassung – unerlässlich sind drei Bausteine: Krankenversicherung, Unfallversicherung und Haftpflichtversicherung.
Krankenversicherung
Kinder sind in Deutschland in der Regel über die gesetzliche Familienversicherung der Eltern mitversichert. Voraussetzung ist, dass mindestens ein Elternteil gesetzlich krankenversichert ist – dann bleibt das Kind beitragsfrei mitversichert, grundsätzlich bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres. Ist das Kind nicht erwerbstätig, ist es bis Ende des 23. Lebensjahres mitversichert und bei einer Schul- oder Berufsausbildung sowie im Studium endet die Familienversicherung mit seinem 26. Geburtstag.
Sind beide Eltern privat versichert oder liegt das Einkommen des privat versicherten Elternteils über der Versicherungspflichtgrenze, muss das Kind ebenfalls privat versichert werden. In der privaten Krankenversicherung (PKV) sind Kinder nicht automatisch mitversichert – für jedes Kind ist ein separater Vertrag mit eigenem Beitrag nötig. Eine beitragsfreie Familienversicherung wie in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gibt es in der PKV nicht. Der Beitrag richtet sich nach Alter und Leistungsumfang.
Ob privat oder gesetzlich versichert, im Bereich der Zusatzleistungen kann eine Ergänzung sinnvoll sein – etwa für eine Chefarztbehandlung, die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer oder für alternative Heilmethoden. Besonders relevant ist das Thema Kieferorthopädie: Die Kosten für Zahnspangen und umfangreiche kieferorthopädische Behandlungen werden von der GKV häufig nur teilweise übernommen. Eine spezielle Zusatzversicherung kann hier größere finanzielle Belastungen abfedern.
Unfallversicherung
Kinder sind im Alltag besonders aktiv: Sie toben, spielen, probieren sich aus – dabei passieren schnell Unfälle. Die gesetzliche Unfallversicherung greift jedoch nur in wenigen Fällen, z. B. auf dem direkten Weg zur Schule, im Kindergarten oder während schulischer Veranstaltungen. Viele Unfälle passieren aber in der Freizeit – beim Sport, auf dem Spielplatz oder zu Hause. Für diese Fälle bietet eine private Unfallversicherung umfassenden Schutz, oft rund um die Uhr und weltweit.
Wann ist eine Unfallversicherung sinnvoll? Immer dann, wenn Eltern die finanziellen Folgen eines schweren Unfalls absichern möchten – etwa Kosten für Reha, für einen behindertengerechten Umbau oder für besondere Therapien. Gerade für aktive, abenteuerlustige Kinder oder Familien ohne zusätzliches finanzielles Polster ist eine private Unfallversicherung ein wichtiges Sicherheitsnetz.
Was können die Policen leisten?
- Kapitalzahlung bei Invalidität (je nach Grad der dauerhaften Schädigung)
- I.d.R. Übernahme von Kosten für Reha-Maßnahmen, Hilfsmittel oder Anpassungen im Alltag
- Teilweise Leistungen für kosmetische Operationen oder Soforthilfen
Die Leistungen variieren erheblich und sollten Ihre Situation und Risiken gut abdecken. Lassen Sie sich zum Abschluss einer privaten Unfallversicherung für Ihr Kind am besten individuell und umfassend beraten, so erhalten Sie genau den Versicherungsschutz, der zu Ihrer Familie passt.
Haftpflichtversicherung
Bei Unfällen und Missgeschicken gehen oft auch Gegenstände von anderen Personen kaputt – etwa in der Nachbarschaft, bei Freundinnen und Freunden oder beim Spielen im Park. Solche Pannen lassen sich nur schwer vermeiden und gehören zum Leben dazu. Doch brauchen Kinder hier eine spezielle Versicherung? In der Regel sind sie über die private Haftpflichtversicherung der Eltern mitversichert.
Aber Achtung: Kinder unter sieben Jahren (im Straßenverkehr unter zehn Jahren) sind rechtlich „deliktunfähig“, das heißt: Sie können für verursachte Schäden nicht haftbar gemacht werden. Viele ältere Haftpflichtversicherungen schließen in solchen Fällen die Leistung aus. Moderne Policen decken oft auch Schäden durch deliktunfähige Kinder ab – ein entscheidender Zusatzschutz! So sind Eltern und auch Geschädigte bei Missgeschicken auf der sichereren Seite. Für die meisten Familien sollte eine gute und zeitgemäße private Haftpflichtversicherung ausreichen. Prüfen Sie als Eltern aber unbedingt Ihre bestehende Haftpflichtversicherung und aktualisieren Sie diese ggf., um Lücken z. B. beim Schutz deliktunfähiger Kinder zu vermeiden.
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Absicherung existenzieller Risiken – Schutz bei schweren Fällen
Nicht nur alltägliche Risiken, sondern auch schwere Schicksalsschläge können Familien finanziell und emotional treffen. Zur Kindervorsorge gehören auch diese vorausblickenden Versicherungen dazu. Denn mit gezielter Absicherung lassen sich existenzielle Risiken abfedern und die Zukunft Ihres Kindes selbst im Ernstfall sichern.
Berufsunfähigkeitsversicherung (BU): Warum schon für Kinder?
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung lässt sich heute bereits für Schülerinnen und Schüler abschließen, meist ab einem Alter von sechs bis zehn Jahren. Das mag zwar überraschend klingen, ist aber sinnvoll, weil das Risiko von gesundheitlichen Problemen und Vorerkrankungen bei Kindern noch sehr gering ist – die Gesundheitsprüfung ist unkomplizierter, die Beiträge bleiben oft auch nach Berufseintritt so günstig wie bei Vertragsabschluss. Ein Abschluss im Erwachsenenalter ist oft sehr teuer. Wer früh vorsorgt, kann ein Leben lang profitieren: Spätere Krankheiten führen dann nicht zu Ablehnungen oder hohen Beitragszuschlägen.
Die BU zahlt je nach Tarif eine monatliche Rente, wenn das Kind infolge von Krankheit oder Unfall länger als sechs Monate nicht mehr arbeiten oder länger als sechs Monate nicht am regulären Schulunterricht teilnehmen kann. Psychische Erkrankungen, Unfälle oder chronische Leiden sind heute die häufigsten Gründe für eine Berufsunfähigkeit. Die Absicherung kann meist flexibel an Ausbildung, Studium und Berufsleben angepasst oder erhöht werden.
Mögliche Vorteile einer BU im Kindesalter:
- Niedrige, oft lebenslang kalkulierbare Beiträge
- Der Gesundheitszustand wird bereits in jungen Jahren "eingefroren", d.h. vertraglich gesichert
- Flexibel anpassbar an spätere Lebensphasen
Grundfähigkeitsversicherung
Nicht immer ist eine klassische BU möglich oder sinnvoll – z. B. bei bestimmten Vorerkrankungen oder bei Kleinkindern. Hier kann die Grundfähigkeitsversicherung eine Lösung sein: Sie leistet je nach Tarif eine monatliche Rente, wenn grundlegende Fähigkeiten wie Sprechen, Sehen, Gehen oder eigenständiges Denken dauerhaft verloren gehen. Anders als bei der BU spielt der später ausgeübte Beruf oder die Teilnahme am Schulunterricht keine Rolle.
Diese Versicherung eignet sich auch als Ergänzung, um möglichst viele Risiken abzudecken. Viele Produkte bieten die Möglichkeit, später ohne erneute Gesundheitsprüfung in eine vollwertige BU zu wechseln, etwa beim Start ins Berufsleben.
Risikolebensversicherung und Hinterbliebenenschutz
Auch wenn niemand über diesen schweren Schicksalsschlag nachdenken möchte: Stirbt ein Elternteil (oder gar beide), entsteht für das Kind nicht nur ein emotionales, sondern auch ein großes finanzielles Defizit. Laufende Kosten, Ausbildung und Betreuung müssen weiter bezahlt werden, obwohl Einkommen wegfällt. Hier greift die Risikolebensversicherung: Sie zahlt im Todesfall eine vorher vereinbarte Summe aus, aus der z. B. Ausbildung, Betreuung oder Lebenshaltungskosten finanziert werden können. Diese Absicherung ist besonders wichtig für Alleinerziehende oder wenn ein Elternteil das Haupteinkommen beisteuert.
Tipps für die Vertragsgestaltung:
- Die Versicherungssumme sollte mindestens das Drei- bis Fünffache des Jahresnettoeinkommens betragen, um die wichtigsten Kosten abzusichern.
- Empfehlenswert ist es, beide Elternteile abzusichern.
- Achten Sie auf flexible Laufzeiten und Anpassungsoptionen, um die Versicherung an Veränderungen Ihrer Lebenssituation anpassen zu können.
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Kindervorsorge durch Sparen und Vermögensaufbau: Welche Geldanlage für Kinder?
Wer für Kinder langfristig Vermögen aufbauen möchte, steht vor vielen Möglichkeiten – aber nicht alle sind für die junge Generation wirklich geeignet. Während klassische Anlageprodukte wie Sparbuch oder Tagesgeld früher Standard waren, bieten sie heute kaum noch Zinsen und das Gesparte kann durch die Inflation sogar an Wert verlieren. Für echten Kapitalaufbau und als langfristige Geldanlage für Kinder sind sie daher nach unserer Auffassung kaum zu empfehlen und dienen oftmals vor allem als eher kurzfristiger Parkplatz für kleine Geschenke. Für längerfristiges Sparen in der Kindervorsorge und zur Altersvorsorge für Ihre Kinder stehen Ihnen viele andere Möglichkeiten zur Verfügung.
Fondssparen: modern, flexibel und chancenreich
Für die Kindervorsorge sollte der langfristige Kapitalaufbau im Vordergrund stehen – und dafür kann das Fondssparen trotz bestehender Risiken die zeitgemäße Lösung sein. Ob durch ETFs (Exchange Traded Funds, also börsengehandelte Indexfonds) oder aktiv gemanagte Investmentfonds: Wer über viele Jahre monatlich spart, kann bei einem positiven Verlauf besonders stark vom Zinseszinseffekt und von den Chancen am Kapitalmarkt profitieren.
So funktioniert Fondsparen: Monatliche Beiträge werden in einen gemanagten Investmentfonds oder ETF eingezahlt. Das Geld wird breit gestreut in verschiedene Wertpapiere oder Märkte investiert. ETFs bilden einen Index (z. B. den MSCI World Index) passiv nach, während das Fondsmanagement bei aktiven Fonds die Investitionen gezielt auswählt.
Doch eignet sich Fondsparen überhaupt als Geldanlage für Kinder? Über lange Zeiträume haben viele Fonds, beispielsweise Aktienfonds, historisch attraktive Renditen erzielt – oftmals mehr als Sparbuch oder Tagesgeld. Kurzfristig kann es jedoch zu Kursschwankungen kommen. Je länger die Anlagedauer, desto besser können sich zwischenzeitliche Schwankungen ausgleichen und desto größer wird der Einfluss des Zinseszinseffekts. Schon kleine Beiträge können sich über 15 oder 18 Jahre zu stattlichen Summen entwickeln. Durch breite Streuung (z. B. in einem Welt-ETF oder Mischfonds) lässt sich zudem das Risiko reduzieren.
Tipps zum Fondsparen im Rahmen der Kindervorsorge
- Ein Depot auf den Namen des Kindes bietet steuerliche Vorteile: Kinder haben einen eigenen Sparerpauschbetrag (1.000 Euro pro Jahr, Stand 2026). Wenn das Depot auf die Eltern läuft, addieren sich die – eigentlich für das Kind erzielten – Kapitalerträge auf die eigenen und werden so möglicherweise höher versteuert.
- Mit einer Nichtveranlagungsbescheinigung vom Finanzamt können Kapitalerträge sogar auch darüber hinaus steuerfrei bleiben, solange das Kind keine weiteren relevanten Einkünfte hat.
- Achtung: Bei späteren BAföG-Anträgen können hohe Kapitalerträge oder Vermögen im Depot angerechnet werden.
Praktische Steuertipps und Förderung:
- Ein auf das Kind laufendes Depot nutzt den eigenen Sparerpauschbetrag optimal aus (1.000 Euro pro Jahr, Stand 2026) – Kapitalerträge bleiben bis zu dieser Grenze steuerfrei. Mit einer Nichtveranlagungsbescheinigung vom Finanzamt können darüber hinausgehende Erträge steuerfrei vereinnahmt werden, solange das Kind keine weiteren Einkünfte erzielt.
- Auch Großeltern, Patinnen und Paten können mit regelmäßigen Schenkungen zum Vermögensaufbau beitragen – bis zu den geltenden Freibeträgen sogar komplett steuerfrei.
Wichtig: Vermögen auf Kinderdepots wird später beim BAföG als eigenes Vermögen angerechnet und kann den Förderanspruch mindern.
Altersvorsorge für Kinder
Es mag zwar ein bisschen abwegig klingen, aber die Zahlen überzeugen bei der frühzeitigen privaten Altersvorsorge für Kinder – z. B. mit einer fondsbasierten Rentenversicherung auf den Namen des Kindes. Bereits kleine Beträge zum Start können durch den langen Anlagezeitraum später im Rentenalter einen erheblichen Effekt haben. Besonders spannend sind flexible Tarife, die Sicherheit und Ertragschancen verbinden.
Früher Einstieg durch Altersvorsorge für Kinder als Rendite-Turbo
Die Zahlen überzeugen: Diese Tabelle zeigt, welchen Unterschied eine lange Laufzeit machen kann.
| Startalter | Laufzeit (bei Ablauf im Alter von 67 Jahren) | Ergebnis aus 1 € |
| 0 Jahre | 67 Jahre | 49,60 € |
| 10 Jahre | 57 Jahre | 27,70 € |
| 20 Jahre | 47 Jahre | 15,47 € |
| 30 Jahre | 37 Jahre | 8,64 € |
| 40 Jahre | 27 Jahre | 4,82 € |
Hinweise: Die dargestellten Werte basieren auf einer angenommenen jährlichen Wertentwicklung von 6 %. Kapitalanlagen unterliegen Wertschwankungen. Diese Darstellung ersetzt keine individuelle Anlageberatung.
Altersvorsorge und Sparen für Kinder: steuerliche Aspekte und Förderung
Eltern, Großeltern oder andere Angehörige können eine private Altersvorsorge für Kinder abschließen – z. B. eine klassische oder fondsgebundene Rentenversicherung auf den Namen des Kindes. Kapitalerträge oder Auszahlungen aus der privaten Rentenversicherung für Kinder sind – je nach Vertragsgestaltung und Laufzeit – im späteren Erwachsenenalter oft nur mit dem Ertragsanteil zu versteuern.
Sie möchten wissen, wie Sie optimal für Ihr Kind vorsorgen können?
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Welche Kindervorsorge in welchem Alter?
Nachdem Sie nun wissen, wie vielseitig die Möglichkeiten rund um die Kindervorsorge sind, stellt sich die wichtige Frage: Welche Maßnahmen sind zu welchem Zeitpunkt sinnvoll? Gerade weil sich Bedürfnisse und Chancen im Laufe der Kindheit und Jugend verändern, lohnt sich eine regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Vorsorge.
Kindervorsorge nach Altersphasen – ein Überblick
Ab Geburt:
- Krankenversicherung (gesetzlich oder privat) für das Neugeborene
- Unfallversicherung und Haftpflichtversicherung prüfen bzw. ergänzen
- Erste Sparpläne mit aktiven Fonds bzw. ETFs starten (z.B. mit Geldgeschenken)
- Private Altersvorsorge (z.B. fondsgebundene Rentenversicherung) frühzeitig beginnen
- Optional: Zahnzusatzversicherung (auch für Kieferorthopädie)
Ab Schuleintritt (ca. sechs Jahre):
- Berufsunfähigkeitsversicherung oder Grundfähigkeitsversicherung abschließen (günstige Beiträge, einfache Gesundheitsprüfung)
- Eigenes Kinderkonto für Taschengeld und kleinere Rücklagen eröffnen
- Sparrate für Fonds- oder Rentenversicherung bei Bedarf erhöhen
Ab Teenageralter (ca. 12 bis 17 Jahre):
- Versicherungsschutz regelmäßig überprüfen und an neue Hobbys oder Risiken anpassen
- Private Altersvorsorge (z. B. fondsgebundene Rentenversicherung) spätestens jetzt beginnen
- Eigenverantwortung fördern: Jugendliche in Spar- und Vorsorgethemen einbeziehen
- Depot ggf. aufstocken (z. B. für Auslandsjahr, Führerschein, größere Wünsche)
- Ausbildungsversicherung oder Kinderpolice als Kombilösung prüfen
Ab Volljährigkeit (18 Jahre):
- Möglicherweise eigenständige Versicherungen abschließen, z. B. private Haftpflicht, ggf. Kfz-Versicherung oder eigene Hausratversicherung (etwa beim Auszug von zu Hause in eine Studierendenwohnung)
- Umstellung in den Erwachsenentarif der Unfallversicherung berücksichtigen
- Sparpläne und Versicherungen an Lebenssituation anpassen
- Vermögen transparent machen (z. B. für BAföG-Antrag, Eigenständigkeit)
Checkliste: So behalten Sie stets den Überblick bei der Kindervorsorge
✔ Versicherungen und Sparpläne nach jedem Lebensabschnitt prüfen und anpassen
✔ Chancen auf günstige Beiträge und Förderungen frühzeitig nutzen
✔ Familie und Bezugspersonen einbeziehen (z. B. Großeltern, Patinnen und Paten)
✔ Steuerliche Aspekte und staatliche Förderungen beachten
✔ Beratung regelmäßig in Anspruch nehmen – für einen optimalen Mix aus Sicherheit und Rendite
Da jede Familie und jedes Kind individuelle Voraussetzungen und Wünsche mitbringen, benötigen Sie maßgeschneiderte Lösungen. Unsere erfahrenen Beraterinnen und Berater von Swiss Life Select stehen Ihnen zur Seite: Sie erhalten eine persönliche, unabhängige Beratung – flexibel digital oder vor Ort. Gemeinsam entwickeln wir ein Vorsorgekonzept, das wirklich zu Ihnen passt und Ihrem Kind optimale Sicherheit und echte Zukunftschancen eröffnet.
Kindervorsorge jetzt gestalten - für eine sorgenfreie Zukunft
Kindervorsorge ist ganzheitlich: Nur mit der optimalen Kombination aus Versicherung, existenzieller Absicherung und smartem Sparen sind Ihre Liebsten wirklich geschützt – jetzt und in Zukunft. Individuelle Beratung von Swiss Life Select: Vereinbaren Sie noch heute Ihr persönliches Gespräch und profitieren Sie von über 250 Produktpartnern.
Häufig gestellte Fragen zur Kindervorsorge
Für Kinder ist eine Krankenversicherung unverzichtbar – entweder über die gesetzliche Familienversicherung oder privat. Auch die private Haftpflichtversicherung ist wichtig, denn sie kann die Familie vor teuren Missgeschicken im Alltag schützen. Unfälle können immer passieren, deshalb empfiehlt sich zudem eine private Unfallversicherung. Optional kann eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll sein – vor allem, wenn kieferorthopädische Behandlungen wie Zahnspangen anstehen. Ab dem Schulalter lohnt sich auch ein Blick auf eine Berufsunfähigkeits- oder Grundfähigkeitsversicherung. Eine Grundfähigkeitsversicherung können Sie übrigens bereits ab einem Kindesalter von sechs Monaten abschließen. Einige Tarife schließen auch das Nichterlernen von Fähigkeiten ein.
Schon ab der Geburt sollten Kinder bei der Kranken-, Haftpflicht- und Unfallversicherung mitversichert sein – meist über die Familienpolicen der Eltern. Ab dem Schuleintritt oder ab etwa sechs Jahren wird der Einstieg in eine Berufsunfähigkeits- oder Grundfähigkeitsversicherung von Swiss Life Select empfohlen, da Gesundheitsprüfung und Beiträge dann in der Regel noch besonders günstig sind. Ein eigener Sparplan lohnt sich bereits ab der Geburt, denn jedes Jahr zählt für den Zinseszinseffekt.
Beispiele:
- 25 € mtl. Sparplan bei netto 6 % Rendite pro Jahr über 12 Jahre (Alter 6 bis 18) = 5.224 €
- 25 € mtl. Sparplan bei netto 6 % Rendite pro Jahr über 18 Jahre (Alter 0 bis 18) = 9.570 €
Bei Start mit 0 Jahren und einer Laufzeit bis zum Alter von 67 Jahren ergäben sich unter den gleichen Bedingungen 250.833 €.
Eigenständige Policen – etwa für private Altersvorsorge oder eine eigene Haftpflichtversicherung – werden ab 16 oder spätestens mit der Volljährigkeit interessant, können aber auch schon weit früher begonnen werden.
Kurzfristige Kursschwankungen sind normal – aber mit langem Atem (idealerweise zehn Jahre und mehr) gleichen sich Risiken erfahrungsgemäß aus. Historisch betrachtet können breit gestreute Fonds solide Renditechancen bieten und sind für die langfristige Kindervorsorge meist eine gute Wahl.
(Quelle: eigene Berechnungen, Daten gemäß Morningstar direct)
Kapitalerträge auf Kinderdepots bleiben bis zum eigenen Sparerpauschbetrag des Kindes (1.000 Euro jährlich, Stand: 2026) steuerfrei. Mit einer Nichtveranlagungsbescheinigung können auch höhere Erträge steuerfrei sein, solange das Kind keine weiteren Einkünfte hat. Schenkungen von Großeltern, Patinnen und Paten bleiben bis zu hohen Freibeträgen steuerfrei.
Sie können ganz einfach ein Depot auf den Namen Ihres Enkelkindes eröffnen. Wer regelmäßig oder auch mit Einmalzahlungen einzahlt – z. B. zu Geburtstagen oder besonderen Anlässen –, hilft dabei, dass das Vermögen stetig wächst. Besonders steuerlich attraktiv ist es, wenn das Depot direkt auf das Enkelkind läuft. So profitieren Sie und Ihr Enkelkind von Freibeträgen und günstigen Konditionen.
Der Schlüssel liegt im frühen und regelmäßigen Start: Schon kleine monatliche Beträge, z. B. in einen ETF-Sparplan eingezahlt, summieren sich bei einem positiven Verlauf über viele Jahre. Durch den Zinseszinseffekt kann das Ersparte mit der Zeit immer schneller anwachsen – so können selbst kleinere Beiträge bis zum Erwachsenenalter einen soliden Grundstock für Ausbildung, Führerschein oder erste eigene Wünsche bilden.