Viele Anbieter stellen den günstigen Preis in den Vordergrund. Jedoch werden des Öfteren wichtige Leistungen gekürzt oder ganz gestrichen. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten sollten.

Damit Ihre gewünschte Kfz-Versicherung Sie nicht nur mit dem günstigen Preis, sondern auch mit der Leistung überzeugt, sollten folgende Punkte enthalten sein:

1.  Deckungssumme
In der Kfz-Haftpflichtversicherung wurden vom Gesetzgebe Mindestdeckungssummen festgelegt. Jede Versicherung muss bei Personenschäden bis zu 7,5 Millionen Euro, für Sachschäden bis zu 1,12 Millionen Euro und für Vermögensschäden bis zu 50.000 Euro aufkommen. Diese Summen können z.B. bei folgenschweren Unfallereignissen relativ schnell knapp werden, weswegen eine Deckungssumme von 100 Millionen Euro empfohlen wird.

2. Zusammenstoß mit Tieren aller Art
Die meisten Teilkaskoversicherungen decken lediglich nur Wildschäden (Haarwild) nach dem Bundesjagdgesetz ab. Bei Neuabschluss einer Kfz-Versicherung sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass die Teilkaskoversicherung den Einschluss für „Kollisionen mit Tieren aller Art“ enthält.

3. Verzicht auf Einwand grober Fahrlässigkeit
Ein Schaden gilt auch dann als versichert, wenn er aus Unachtsamkeit wie z. B. durch das unbeabsichtigte Fahren über eine rote Ampel verursacht wurde. Ist der „Verzicht auf Einwand der groben Fahrlässigkeit“ im Tarif nicht mitversichert, kann die Versicherung im Schadenfall einen Teil der Leistung vom Versicherungsnehmer zurückfordern.

4. Schäden durch Tierbisse
In vielen günstigen Kfz-Tarifen ist oft nur der klassische Marderbiss versichert. Doch auch andere Tiere können für zerbissene Schläuche sorgen. Daher sollte bei einer Kfz-Versicherung auch „Tierbisse mit Folgeschäden“ mitversichert sein. Denn ein zerbissener Schlauch ist ärgerlich, ein kompletter Motorschaden sehr teuer. Zu beachten ist hier, dass Folgeschäden in der Regel bis zu einer bestimmten Summe gedeckelt (z. B. 3.000 Euro) sind.

5. Mallorca-Deckung
Damit Sie auch im Ausland mit einem Mietwagen gut abgesichert sind, sollte ihr Kfz-Tarif die sogenannte „Mallorca-Deckung“ beinhalten. Da in anderen Ländern häufig geringere Deckungssummen gelten, reichen diese im Ernstfall oft nicht aus, um die anfallenden Forderungen im Schadensfall zu erfüllen. Die darüber hinaus fälligen Kosten müssen dann selbst getragen werden. Diese können relativ schnell fünf- bis sechsstellige Beträge erreichen. Eine „Mallorca-Deckung“ übernimmt diese Lücke für Mietfahrzeuge im Ausland.

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