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E-Scooter-Markt in Deutschland: Potenzial für mindestens 24,1 Mio. Geräte

14.05.2019

36 Prozent der volljährigen Deutschen könnten sich vorstellen, innerhalb der nächsten drei Jahre einen eigenen E-Scooter zu erwerben. In Deutschland liegt das Potenzial für E-Scooter damit bei mindestens 24,1 Millionen Geräten. 26 Prozent der Befragten ziehen ein Sharing der Fahrzeuge in Betracht. Neun Prozent würden vom Auto, vier Prozent vom Motorrad und zehn Prozent von öffentlichen Verkehrsmitteln auf einen E-Scooter umsteigen. Eine Altersfreigabe ab 12 Jahren lehnen 67 Prozent der Studienteilnehmer ab. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Umfrage, die Swiss Life Select zur Zulassung von elektrisch betriebenen Tretrollern in Auftrag gegeben hat.

36 Prozent der volljährigen Deutschen könnte sich vorstellen, innerhalb der nächsten drei Jahre einen eigenen E-Scooter zu erwerben. Drei Prozent planen eine Anschaffung auf jeden Fall, sechs Prozent wahrscheinlich und 27 Prozent vielleicht. Bei 67 Millionen Personen, die in Deutschland über 18 Jahre alt sind, liegt das Marktpotenzial damit bei mindestens 24,1 Millionen Geräten.

Knapp die Hälfte der Befragten könnte sich vorstellen, mit den Fahrzeugen vor allem kleinere Einkäufe zu erledigen (48%), die Wege zur Arbeit, Schule bzw. Universität zurückzulegen (36%), kleinere Ausflüge in der näheren Umgebung zu unternehmen (35%) sowie Strecken zwischen Haustür und Haltestellen von öffentlichen Verkehrsmittel zu überwinden (34%). Gegen einen Kauf sprechen fehlender Nutzen (57%), hohe Kosten (32%) oder fehlender Transportraum für Gepäck (26%).

26 Prozent der Befragten ziehen die Leihe eines E-Scooters in Betracht (so genanntes Sharing). Gegen die Leihe sprechen fehlender Nutzen (55%), hohe Kosten (31%), Sicherheitsaspekte (21%) sowie die Abholung und das Abstellen der Fahrzeuge bei Sammelpunkten (20%) und die Befürchtung, dass Verleiher Bewegungsdaten sammeln könnten (18%).

Mikromobilität, wie sie E-Scooter versprechen, wird vor allem in Städten als eine Lösung für das Problem der verstopften Straßen und Nahverkehrsmitteln an der Kapazitätsgrenze angesehen. „Unsere Umfrage erfüllt diese Hoffnung im Großen und Ganzen“, sagt Günther Blaich, Geschäftsführer beim Finanzberatungsunternehmen Swiss Life Select. Neun Prozent der Befragten würden vom Auto, vier Prozent vom Motorrad und zehn Prozent von öffentlichen Verkehrsmitteln auf einen E-Scooter umsteigen. Über ein Drittel der Deutschen betrachtet das Verkehrsmittel als ergänzendes Fahrzeug. „Die Zulassung von E-Scootern ist einer von vielen Schritten, die auf dem Weg zu smarteren und klimafreundlicheren Städten von Nöten sind. Neben der Zulassung gilt es auch einfache, kundenfreundliche Absicherungen der E-Scooter zu ermöglichen“, schlussfolgert Blaich.

Nach aktuellen Planungen sollen E-Scooter mit einer Höchstgeschwindigkeit von 12 km/h nicht mehr auf Gehwegen verkehren dürfen. Diese Neuerung ist unter Experten auch deshalb umstritten, weil nach gegenwärtigem Stand der Elektrokleinstfahrzeuge Verordnung (eKFV) die Fahrzeuge bereits ab 12 Jahren freigegeben werden sollen. 67 Prozent der Teilnehmer der vorliegenden Studie sind gegen diese Altersfreigabe.

Unabhängig vom Alter der Fahrer lehnt jeder fünfte Befragte den Kauf bzw. das Sharing eines E-Scooters aufgrund der möglichen Gefahren ab. Die geäußerten Sicherheitsbedenken werden auch durch eine Statistik aus der der texanischen Stadt Austin verstärkt: Dort haben sich bereits nach drei Monaten nach Zulassung von E-Scootern 190 Menschen verletzt, die Hälfte davon hat sich Kopfverletzungen zugezogen. Einen Helm trug lediglich ein Verletzter. Der dem Bundesrat zur Abstimmung vorliegende Gesetzesentwurf beinhaltet keine Helmpflicht.

Dagegen sieht die geplante Verordnung eine Versicherungspflicht vor. Der Wichtigkeit, sich abzusichern, pflichten 80 Prozent der Befragten bei. 36 Prozent würde neben einer Haftpflichtversicherung sogar eine optionale Teilkaskoversicherung in Betracht ziehen. Die Finanzberatung Swiss Life Select plant – der rechtlichen Zulässigkeit von E-Scootern vorausgesetzt - Kunden im ersten Schritt ein entsprechendes Versicherungsprodukt eines Partnerunternehmens anzubieten. „Als ganzheitliches Finanz- und Vorsorgeunternehmen werden wir für unsere Kunden unser Produktangebot erweitern. Interessierte erhalten bei ihrem persönlichen Finanzberater vor Ort die notwendige Beratung und ein geeignetes Angebot“, so Blaich abschließend.

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2.061 Personen zwischen dem 08.05.2019 und 10.05.2019 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

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